Neuer Klassiker des very fucking Monats

Jaja ein ganzer Monat, hemmm … und hier stellen wir uns mal einer neuen Hürde…. Nationalismus finden wir alle scheiße … aber was ist mit Patriotismus auf den die Bürgerlichen ja so schön schwören und was hat dieser Gottverdammt mit dem Kapitalismus zu tun .. dazu einige schöne Worte von der Anarchistin Emma Goldman …

Patriotismus – eine Bedrohung der Freiheit (1911) on Emma Goldman

Was ist Patriotismus?

Ist es die Liebe zum Ort unserer Geburt, zum Hort von Kindheitserinnerungen und Hoffnungen, Sehnsüchten und Träumen? Ist es die Stelle, an der wir so oft in kindlicher Naivität den ziehenden Wolken zusahen und uns wunderten, warum es nicht auch uns gegeben war, so rasch dahinzu-schweben ?

Ist es der Ort, an dem wir standen und die Milliarden glitzernder Sterne zählten, angstgelähmt bei dem Gedanken, jeder einzelne „könnte ein Auge sein“, das bis in die tiefsten Tiefen unserer kleinen Seelen vorzudringen vermöchte?

Ist es der Platz, an dem wir der Musik des Vogelsangs lauschten und wünschten, Schwingen zu haben, um, genau wie sie, in ferne Länder fliegen zu können? Oder ist es der Ort, an dem wir, auf Mutters Knien sitzend, hingerissen waren von wundervollen Geschichten über große Taten und Siege? Kurz gesagt, ist es die Liebe zu jenem Fleckchen Erde, das in jedem Zentimeter Boden uns liebe und teure Erinnerungen an eine glückliche und verspielte Kindheit birgt?

Wenn das Patriotismus wäre, könnten nur wenige Amerikaner heute patriotisch genannt werden, da ihr Spielplatz in eine Fabrik, eine Spinnerei oder ein Bergwerk verwandelt wurde, während der betäubende Lärm von Maschinen den Gesang der Vögel ersetzt hat. Auch können wir nicht länger den Geschichten großer Taten lauschen, da unsere Mütter uns heute nur Geschichten der Tränen, der Trauer und des Schmerzes zu erzählen wissen. Was ist dann aber atriotismus? „Patriotismus, mein Herr, ist die letzte Zuflucht der Schufte“, sagte Dr. Johnson.

Leo Tolstoi, der größte Gegner des Patriotismus unserer Zeit, definiert ihn als das Prinzip, das die Ausbildung für den Mord auf breiter Basis zu rechtfertigen erlaubt ; ein Handwerk, das bessere Ausrüstung zum Mord erfordert als zur Herstellung der Lebensnotwendigkeiten wie Schuhe, Bekleidung und Häuser ; ein Handwerk, das bessere Entlohnung und größeren Ruhm garantiert als den, den der gewöhnliche Arbeiter erhält.

Gustav Herve, ein weiterer großer Gegner des Patriotismus, nennt ihn zurecht einen Aberglauben – einen, der schädlicher, brutaler und inhumaner ist als die Religion. Der religiöse Aberglaube hatte seinen Ursprung in der Unfähigkeit des Menschen, die Phänomene der Natur zu erklären. D. h., als der Primitive den Donnerschlag hörte oder den Blitz sah, konnte er sich weder den einen noch den anderen erklären und schloß daher, daß hinter ihnen eine Macht stehen müsse, die größer war als er selbst. Ähnlich vermutete er im Regen und in den anderen Naturvorgängen eine übernatürliche Macht. Patriotismus hingegen ist ein künstlich geschaffener Aberglaube, der durch ein Netzwerk der Lügen und Falschheiten am Leben erhalten wird ; ein Aberglaube, der den Menschen seiner Selbstachtung und Würde beraubt und seine Arroganz und Überheblichkeit fördert. In der Tat sind Ubernatürlichkeit, Arroganz und Egoismus die wesentlichsten Zutaten des Patriotismus. Lassen Sie mich das illustrieren.

Der Patriotismus nimmt an, daß die Erde aufgeteilt ist in lauter kleine Fleckchen, von denen jedes umgeben ist von einem eisernen Gitter. Jene, die das Glück hatten, auf einem bestimmten Fleckchen geboren zu werden, erachten sich als besser, edler, großartiger und intelligenter als all jene Lebewesen, die andere Fleckchen bewohnen. Es ist daher die Pflicht jedes einzelnen, der ein solch auserwähltes Fleckchen bewohnt, zu kämpfen, zu töten und zu sterben bei dem Versuch, allen anderen seine Überlegenheit aufzuzwingen.

Die Bewohner der anderen Fleckdien argumentieren natürlich in der gleichen Weise, mit dem Ergebnis, daß das Bewußtsein der Menschen von frühester Kindheit an durch blutrünstige Geschichten über die Deutschen, die Franzosen, die Italiener, die Russen usw. vergiftet wird. Wenn das Kind zum Manne herangereift ist, ist er gründlich durchtränkt von dem Glauben, daß Gott selbst ihn auserwählt habe, sein Vaterland gegen Angriff und Invasion aller daran interessierten Ausländer zu verteidigen. Nur aus diesem Grunde verlangen wir so stürmisch nach einer größeren Armee und Marine, nach mehr Kriegsschiffen und Waffen. Nur aus diesem Grunde hat Amerika innerhalb einer kurzen Zeit 400 Millionen Dollar ausgegeben.

Denken Sie einen Augenblick darüber nach – 400 Millionen Dollar, die dem Besitz des Volkes genommen wurden.

Denn die Reichen leisten sicher keinen Beitrag zum Patriotismus. Sie sind Kosmopoliten, die sich in jedem Lande zu Hause fühlen. Wir in Amerika kennen diese Wahrheit nur zu gut. Sind unsere reichen Amerikaner nicht in Frankreich Franzosen, in Deutschland Deutsche und in England Engländer ? Und verschwenden sie nicht mit kosmopolitischer Grandezza Münzen, die von amerikanischen Kindern der Fabriken und Sklaven der Baumwollproduktion geprägt wurden ? Ja, zu ihnen paßt ein Patriotismus, der ihnen gestattet, Beileidsschreiben an einen Tyrannen wie den russischen Zaren zu schicken, sobald ihm irgendein Unglück widerfährt, so wie es Präsident Roosevelt im Namen seines Volkes zu tun gefiel, als Sergius von den russischen Revolutionären bestraft wurde. Es ist ein Patriotismus, der dem Prototyp eines Mörders, Diaz, beisteht bei der Vernichtung Tausender von Leben in Mexiko oder gar hilft, mexikanische Revolutionäre auf amerikanischem Boden zu verhaften und sie, ohne den geringsten vernünftigen Grund, in amerikanischen Gefängnissen eingesperrt zu halten.

Aber darüber hinaus ist Patriotismus gar nicht gedacht für jene, die Macht und Reichtum repräsentieren. Er ist gut genug fürs Volk. Er erinnert an die historische Weisheit Friedrichs des Großen, des Busenfreundes Voltaires, der sagte : „Die Religion ist ein Betrug, der um der Massen willen aufrechterhalten werden muß.“ Daß der Patriotismus eine ziemlich kostspielige Institution ist, wird niemand zu bezweifeln wagen nach Einsichtnahme in folgende Statistiken. Das progressive Wachstum der Ausgaben für die führenden Armeen und Flotten der Welt während des letzten Vierteljahrhunderts ist ein so gravierendes Faktum, daß es jeden verantwortungsbewußt ökonomische Probleme Studierenden, erschrecken muß …

Die schreckliche Verschwendung, die der Patriotismus notwendig macht, sollte genügen, selbst einen Mann von durchschnittlicher Intelligenz von dieser Krankheit zu heilen. Das Volk wird gezwungen, patriotisch zu sein, und für diesen Luxus bezahlt es nicht nur durch Unterstützung seiner „Verteidiger“, sondern auch noch durch Opferung seiner Kinder. Patriotismus verlangt Treue zur Fahne, und das bedeutet Gehorsam und Bereitschaft zur Tötung von Vater, Mutter, Bruder, Schwester …

Nehmen wir unseren eigenen spanisch-amerikanischen Krieg, der angeblich ein großes und patriotisches Ereignis in der Geschichte der Vereinigten Staaten darstellt. Wie brannten unsere Herzen doch vor Empörung über die grausamen Spanier ! Richtig, unsere Empörung entbrannte nicht spontan. Sie war genährt worden durch monatelange Agitation in den Zeitungen, lange nachdem Weyler viele edle kubanische Männer hingeschlachtet und viele kubanische Frauen geschändet hatte. Doch um der amerikanischen Nation Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, muß gesagt werden, daß sie sich empörte und bereit war zu kämpfen, und daß sie tapfer kämpfte. Aber als sich der Rauch verzog, die Toten begraben waren und die Kosten des Krieges in Gestalt einer Verteuerung der Lebensmittel und der Mieten auf das Volk zurückfielen – d. h., als wir ernüchtert aus unserem patriotischen Zechgelage erwachten – dämmerte uns, daß die Ursache des spanisch-amerikanischen Krieges in einer Betrachtung über den Zuckerpreis zu suchen war ; oder, um es deutlicher zu sagen, daß die Leben, das Blut und das Geld amerikanischer Menschen benutzt worden waren, die Interessen der amerikanischen Kapitalisten zu schützen, die durch die spanische Regierung bedroht waren.

Daß dies keine Übertreibung ist, sondern sich auf absolute Zahlen und Daten gründet, läßt sich am besten durch die Haltung der amerikanischen Regierung den kubanischen Arbeitern gegenüber beweisen. Als sich Kuba fest in den Klauen der Vereinigten Staaten befand, wurde den Soldaten, die man zur Befreiung Kubas schickte, während des großen Tabakarbeiterstreikes, der kurz nach Kriegsende stattfand, befohlen, kubanische Arbeiter zu erschießen.

Auch stehen wir nicht allein da in der Führung von Kriegen um solcher Gründe willen. Der Vorhang, der über den Motiven des schrecklichen russisch-japanischen Krieges hing, der so viel Blut und Tränen kostete, beginnt sich allmählich zu lüften. Und wieder erkennen wir, daß hinter dem fürchterlichen Moloch des Krieges, der noch fürchterlichere Gott des kapitalistischen Handels steht. Kuropatkin, der russische Kriegsminister zur Zeit der russisch-japanischen Kämpfe, hat das Geheimnis verraten, das sich hinter ihnen verbarg. Der Zar und seine Großen hatten in koreanischen Niederlassungen Geld investiert, und der Krieg wurde vom Zaune gebrochen um des einzigen Grundes der raschen Akkumulation willen.

Die Behauptung, daß eine stehende Armee und eine Flotte die beste Garantie für den Frieden sind, ist ebenso logisch wie die Annahme, der friedfertigste aller Bürger sei jener, der schwer bewaffnet herumläuft. Die Erfahrung des täglichen Lebens beweist zur Genüge, daß das bewaffnete Individuum beständig darauf aus ist, seine Stärke zu erproben.

Dasselbe gilt historisch gesprochen für Regierungen. Wirklich friedliche Länder verschwenden nicht Leben und Energie auf die Vorbereitung von Kriegen und das Ergebnis ist, daß der Friede erhalten bleibt.

Der Ruf nach einer größeren Armee und Flotte resultiert jedoch nicht aus irgendeiner äußeren Gefahr. Er hat seine Ursache in der wachsenden Unzufriedenheit der Massen und dem Geiste des Internationalismus unter den Arbeitern. Um dem inneren Feind zu begegnen, rüsten sich die Mächte verschiedener Länder, einem Feinde, der, wenn er erst einmal zu Bewußtsein erwacht ist, sich als gefährlicher erweisen wird als jeder fremde Angreifer. Die Mächte, die jahrhundertelang damit beschäftigt waren, die Massen zu versklaven, haben deren Psychologie aufs genaueste studiert.

Sie wissen, daß die Masse der Menschen wie Kinder ist, deren Verzweiflung, Trauer und Tränen durch ein kleines Spielzeug in Freude verwandelt werden können. Und je prächtiger das Spielzeug aussieht, je schreiender die Farben, desto eher wird es dem millionen-köpfigen Kinde gefallen.

Eine Armee und eine Marine stellen das Spielzeug des Volkes dar.

Um es anziehender und akzeptabler zu machen, werden Hunderte und Tausende von Dollars ausgegeben für die äußere Pracht dieses Spielzeugs. Das war die Absicht, mit der die amerikanische Regierung eine Flotte ausrüstete und sie die Pazifikküste entlangschickte, so daß jeder amerikanische Bürger den Stolz und die Glorie der Vereinigten Staaten zu fühlen bekommen sollte. Die Stadt San Franzisco gab 100 000 Dollar aus für die Unterhaltung der Flotte ; Los Angeles 60 000 ; Seattle und Tacoma etwa 100 000. Sagte ich, die Flotte zu unterhalten ? Um einigen wenigen höheren Offizieren weinreiche Diners zu servieren, während die „braven Jungen“ meutern mußten, um ausreichende Mahlzeiten zu erhalten. Ja, 260 000 Dollar wurden für Feuerwerke, Theaterparties und Lustbarkeiten ausgegeben zu einer Zeit, da Männer, Frauen und Kinder weit und breit im ganzen Land Hungers starten ; als Tausende von Arbeitslosen bereit waren, ihre Arbeitskraft zu jedem Preis zu verkaufen.

2.60 000 Dollar ! Was hätte nicht alles mit einer solch ungeheuren Summe erreicht werden können ? Aber anstatt Brot und Wohnung zu erhalten, wurde den Kindern jener Städte die Flotte vorgeführt, damit sie „eine bleibende Erinnerung für das Kind“ bilde, wie eine der Zeitungen es ausdrückte. Eine wunderbare Sache für die Erinnerung, nicht wahr ? Das Werkzeug zivilisierter Menschenschlächterei. Wenn das Bewußtsein des Kindes durch solche Erinnerungen vergiftet wird, welche Hoffnung kann es dann geben für eine wahre Realisierung menschlicher Brüderlichkeit ?

Wir Amerikaner behaupten, ein friedliebendes Volk zu sein. Wir hassen Blutvergießen ; wir sind Gegner der Gewalt. Doch wir schäumen über vor Freude über die Möglichkeit, Bomben aus Flugzeugen auf hilflose Zivilisten werfen zu können. Wir sind bereit, jeden zu hängen, auf den elektrischen Stuhl zu schicken oder zu lynchen, der, aus Ökonomischer Notwendigkeit heraus, sein eigenes Leben wagt bei dem Versuch eines Attentats auf einen Industriekapitän. Doch unsere Herzen schwellen vor Stolz bei dem Gedanken, daß Amerika sich zur mächtigsten Nation der Erde auswächst, und daß es im Laufe der Zeit seinen eisernen Fuß auf den Nacken aller anderen Nationen setzen wird. Das ist die Logik des Patriotismus.

Betrachtet man die üblen Resultate, die der Patriotismus für den Durchschnittsbürger mit sich bringt, so ist das noch gar nichts im Vergleich mit der Beschimpfung und dem Schaden, die der Patriotismus dem Soldaten selbst auflädt – jenem armen, verführten Opfer des Aberglaubens und der Unwissenheit. Für ihn, für den Retter seines Landes, den Beschützer seiner Nation – was hat denn der Patriotismus für ihn in petto ? Ein Leben der sklavischen Unterwürfigkeit, des Lasters, der Perversion in Friedenszeiten ; ein Leben der Gefahr, des Ausgeliefertseins und des Todes in Kriegszeiten …

Denkende Männer und Frauen auf der ganzen Welt beginnen zu verstehen, daß der Patriotismus eine zu enge und begrenzte Konzeption ist, um den Notwendigkeiten unseres Zeitalters zu begegnen. Die Zentralisation der Gewalt hat ein internationales Gefühl der Soldidarität unter den Unterdrückten der Nationen dieser „Welt entstehen lassen ; eine Solidarität, die eine größere Interessenharmonie zwischen dem Arbeiter in Amerika und seinen Brüdern im Auslande aufweist als zwischen dem amerikanischen Bergarbeiter und seinem ausbeutenden Landsmann ; eine Solidarität, die fremde Invasion nicht fürchtet, weil sie alle Arbeiter dahin bringen wird, zu ihren Herren zu sagen : „Geht und vollbringt das Geschäft des Tötens selbst. Wir haben es lange genug für euch getan.“

Diese Solidarität weckt sogar das Bewußtsein der Soldaten, die auch Fleisch vom Fleische der großen menschlichen Familie sind. Eine Solidarität, die sich mehr als einmal als unerschütterlich erwiesen hat in vergangenen Kämpfen, und die während der Kommune von 1871 für die Pariser Soldaten den Anstoß gab, den Gehorsam zu verweigern, als man ihnen befahl, ihre Brüder zu erschießen. Sie hat den Männern Mut gemacht, die in jüngster Vergangenheit auf russischen Kriegsschiffen meuterten. Sie wird allmählich den Aufstand aller Unterdrückten und Getretenen gegen ihre internationalen Ausbeuter auslösen.

Das Proletariat Europas hat die große Kraft der Solidarität realisiert und folglich einen Krieg gegen den Patriotismus und sein blutiges Gespenst, den Militarismus, begonnen. Tausende von Männern füllen die Gefängnisse von Frankreich, Deutschland, Rußland und den skandinavischen Ländern, weil sie es wagten, dem alten Aberglauben zu trotzen. Auch ist die Bewegung nicht auf die Arbeiterklasse beschränkt ; sie umfaßt Repräsentanten aller Gesellschaftsschichten und ihre bedeutendsten Vertreter sind Künstler, Wissenschaftler und Schriftsteller. Amerika wird sich anschließen müssen. Der Geist des Militarismus durchdringt bereits alle Gebiete des Lebens. Ich bin in der Tat davon überzeugt, daß der Militarismus sich hier zu einer größeren Gefahr auswächst als irgendwo anders, da der Kapitalismus hier jenen, die er zu zerstören wünscht, so viele Bestechungsgeschenke anzubieten weiß.

Es beginnt schon in den Schulen. Offensichtlich hält es die Regierung mit der jesuitischen Devise : „Gib mir das Bewußtsein des Kindes und ich werde den Mann formen.“ Kinder werden in militärischer Taktik geübt, der Ruhm militärischer Siege stundenplanmäßig besungen und das kindliche Bewußtsein pervertiert, um der Regierung zu gefallen.

Außerdem wird die Jugend durch leuchtende Plakate verlockt, zur Armee oder zur Marine zu gehen. „Eine wunderbare Chance, die Welt zu sehen !“ rufen die Marktschreier der Regierung.

So werden unschuldige Knaben moralisch aufgerüstet für den Patriotismus und der militärische Moloch schreitet erobernd durch die Nation. Der amerikanische Arbeiter hat so sehr unter dem Soldaten des Staates und des Bundes gelitten, daß er völlig gerechtfertigt ist in seiner Abscheu vor und seiner Opposition gegen den uniformierten Parasiten. Bloße Denunziation wird dies große Problem allerdings nicht lösen. Was wir benötigen, ist eine Erziehungspropaganda für den Soldaten : anti-patriotische Literatur, die ihn über die wahren Schrecken seines Handwerks aufklärt, und die ein Bewußtsein seiner wahren Beziehung zum Arbeiter weckt, dessen Arbeit er seine Existenzgrundlage verdankt. Und genau das fürchten die Autoritäten am meisten. Es ist schon Hochverrat, wenn ein Soldat an einer Versammlung Radikaler teilnimmt. Zweifelsohne werden sie es auch als Hochverrat abstempeln, wenn ein Soldat ein radikales Pamphlet liest. Aber hat nicht Autorität von undenklichen Zeiten an jeden Schritt nach vorn als Verrat gebrandmarkt ? Jene jedoch, die ernsthaft nach sozialer Rekonstruktion trachten, können es sich sehr wohl leisten, all dem entgegenzutreten ; denn es ist wahrscheinlich sogar wichtiger, die Wahrheit zu den Soldaten in die Baracken zu tra gen, als zu den Arbeitern in die Fabriken. Wenn wir erst einmal die patriotische Lüge untergraben haben, wird schnell der Weg bereinigt und bereitet sein für die großartige Konstruktion, in der alle Nationalitäten vereinigt sein werden in einer universalen Brüderschaft – einer wahrhaft FREIEN GESELLSCHAFT.

Aus : Goldman ,Anarchism and other Essays. New York 1911

Schweinegrippe Vogelgrippe und Kapital

Auf der Erde sterben jedes Jahr 2 Mio. Menschen an der Malaria,die ganz einfach durch ein Moskitonetz geschützt werden könnten. Und denNachrichten ist es keine Zeile wert.

Auf der Erde sterben jedes Jahr 2 Mio. Mädchen und Jungen anDurchfallerkrankungen, die mit einer isotonischen Salzlösung imWert von ca. 25 Cent behandelt werden könnten. Und den Nachrichten ist es keine Zeile wert.

Die Masern, Lungenentzündungen und andere mit relativ preiswerten Impfstoffen heilbare Krankheiten haben jedes Jahr bei fast 10 Mio. Menschen den Tod zur Folge. Und den Nachrichten ist es keine Zeile wert.Aber als vor einigen Jahren die famose „Vogelgrippe“ ausbrach,überfluteten uns die globalen Informationssysteme mit Nachrichten. Mengen an Tinte wurden verbraucht und beängstigende Alarmsignale ausgegeben. Eine Epidemie, die gefährlichste von allen!

Eine Pandemie!

Die Rede von der schrecklichen Krankheit der Hühner ging um den Globus.Und trotz alledem, durch die Vogelgrippe kamen weltweit „nur“ 250 Menschen zu Tode. 250 Menschen in zehn Jahren, das sind im Durchschnitt 25 Menschen pro Jahr. Die normale Grippe tötet
jährlich weltweit ca. 500.000 Menschen. Eine halbe Million gegen 25 !
Einen Moment mal. Warum wird ein solcher Rummel um die
Vogelgrippe veranstaltet? Etwa, weil es hinter diesen Hühnern einen „Hahn“ gibt, einen Hahn
mit gefährlichen Spornen ?
Der transnationale Pharmariese Roche hat von seinem famosen Tamiflu zig Millionen Dosen alleine in den asiatischen Ländern verkauft. Obgleich Tamiflu von zweifelhafter Wirksamkeit ist, hat die britische Regierung 14 Mio. Dosen zur Vorsorge für die Bevölkerung
gekauft. Die Vogelgrippe hat Roche und Relenza, den beiden Herstellern der
antiviralen Produkte, milliardenschwere Gewinne eingespült.

Zuerst mit den Hühnern, jetzt mit den Schweinen. Ja, jetzt beginnt die Hysterie um die Schweinegrippe. Und alle Nachrichtensender der Erde reden nur noch davon. Jetzt redet niemand mehr von der ökonomischen Krise, den sich wie Geschwüre ausbreitenden Kriegen oder den Gefolterten von Guantanamo.

Nur die Schweingrippe, die Grippe der Schweine?

Und ich frage mich …, wenn es hinter den Hühnern einen großen Hahn gab, gibt es hinter den Schweinen ein „großes Schwein“? Was sagt ein Verantwortlicher der Roche dazu? „Wir sind sehr besorgt um diese Epidemie, soviel Leid …! Darum werden wir das wundervolle Tamiflu zum Verkauf anbieten.“ „Und zu welchem Preis verkaufen sie das wunderbare Tamiflu?“ „OK,
wir haben es gesehen. 50 US $ das Päckchen.“ „50 US $ für dieses Schächtelchen Tabletten?“ „Verstehen Sie doch, meine Dame, die Wunder werden teuer bezahlt.“ „Das, was ich verstehe, ist, dass diese multinationalen Konzerne einen guten Gewinn mit dem Leid der Menschen machen.
Die nordamerikanische Firma Gilead Sciences hält das Patent für Tamiflu.Der größte Aktionär dieser Firma ist niemand weniger als die verhängnisvolle Person, Donald Rumsfeld, der frühere
Verteidigungsminister der US-Administration George W. Bushs, der Urheber des Irak-Krieges. Die Aktionäre von Roche und Relenza reiben sich die Hände, sie sind glücklich über die neuen
Millionen-Gewinne mit dem zweifelhaften Tamiflu.

Die wirkliche Pandemie ist die Gier, die enormen Gewinne dieser“Gesundheitssöldner“.
Wir sind nicht gegen die zu treffenden Vorbeugemaßnahmen der einzelnen Staaten. Aber wenn die Schweingrippe eine so schreckliche Pandemie ist, wie sie von den Medien angekündigt
wurde, wenn die Weltgesundheitsorganisation um diese Krankheit so besorgt ist, warum wird sie dann nicht zum Weltgesundheitsproblem erklärt und die Herstellung von Generika erlaubt, um sie zu bekämpfen? Das Aufheben der Patente von Roche und Relenza und die kostenlose Verteilung von Generika in allen Ländern, die sie benötigen, besonders in den ärmeren, wäre die beste Lösung.
Aus der mexikanischen Tageszeitung „La Jornada“

Tja aber es wird wohl sehr interresant wie es die bürgerlichen Staaten den bitte machen wollen. Schließlich sind diese zustände ja nicht einfach so aufgekommen. Da gibt es doch ein tieflliegenendes Problem nicht ? Ich denke das in einer Welt wo das Geld vor den Menschen steht das Wort „kostenfrei“ schwachsinn ist. In der Diktatur des Kapitals gibt es kein kostenfrei sondern nur abhängigkeit oder tot.

Zerschlagt das System …

Von bürgerlicher Heuchlerei und Sozialdemokratie

Die Stunde der Heuchler

Nach dem Erdbeben in Haiti begann der Wettbewerb der Helfer. Doch die »internationale Gemeinschaft« hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Katastrophe eine schutzlose und ausgehungerte Be­völkerung traf.

Die Haitianer sollten »geduldiger« sein, forderte der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon bei seinem Besuch in Port-au-Prince am Sonntag. Doch er begegnete wütenden Überlebenden, denn fünf Tage nach dem Erdbeben hatten die meisten noch immer keine Hilfe erhalten. »Es gibt kaum Anzeichen für eine umfangreiche Hilfsgüterverteilung«, urteilte die NGO Ärzte ohne Grenzen.

Für Verzögerungen sorgten auch die Foto­termine hochrangiger Politiker. So wurde die Verladung von Hilfsgütern auf dem US-Flughafen Homestead für drei Stunden unterbrochen, weil Vizepräsident Joe Biden dort verkünden wollte, dass »Hilfe unterwegs« sei. Schließlich geht es bei der Katastrophenhilfe immer auch um das politische Ansehen. Barack Obama versprach 100 Millionen Dollar, denn Hugo Chávez und Raúl Castro schlafen nicht, und chinesische Helfer gehörten zu den ersten, die in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince eintrafen.

Der Wettbewerb mag irgendwann den Überlebenden zugute kommen. Der haitianische Gesundheitsminister Jean-Max Bellerive schätzt die Zahl der Todesopfer auf mehr als 100 000, etwa drei Millionen Menschen benötigen Nahrungsmittel und Wasser, Hunderttausende warten auf medizinische Hilfe. Dass die Helfer in einem Land, in dem es auch vor dem Beben kaum staatliche Institutionen und Infrastruktur gab, unter fast vorindustriellen Bedingungen arbeiten müssen und viele der Überlebenden nun wohl zum ersten Mal seit Jahren satt werden, ist jedoch nicht zuletzt die Schuld jener, die sich nun mit Mitleidsbekundungen und Hilfsversprechen gegenseitig überbieten.

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Der Linke Block Rostock proudly presents: the very new „Klassiker des Monats“

Wir müssen erlich zugeben dieser Klassiker ist nicht wirklich alt an Jahren ….. aber dafür umso weiser an Ideen .. er ist unserer meinung nach das 1*1 der antikapitalistischen feministischen bewegung … und deswegen nicht zu verachten … und hier habt ihr ihn auch schon .. :

Patriarchat, Kapital und gesellschaftliche Reproduktion von sexueller Gewalt
Quelle: Reader „Mein Körper gehört mir!“, 1996, S. 4-7, Göttingen
I. Patriarchat
Zur Begriffsgeschichte
Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff ,Patriarchat‘ Herrschaft der Väter. Er wurde erstmals von Max WEBER in seinen Studien zur Herrschaftssoziologie wissenschaftlich verwendet. Weber kennzeichnet mit diesem Begriff den reinsten Typ traditioneller Herrschaft. Diese Herrschaft beruht auf der persönlichen Abhängigkeit und Fügsamkeit der Unterworfenen gegenüber durch Traditionen legitimierten Normen. Nach Weber ist die ursprüngliche Form des Patriarchats die durch Tradition legitimierte, umfassende Herrschaft des Hausvaters über die Mitglieder einer häuslichen Wirtschaftsgemeinschaft (Frauen, Kinder, Sklaven, Mägde und Knechte). Hier wird deutlich, dass Weber den Patriarchatsbegriff nicht spezifisch als Kennzeichnung der Unterdrückung von Frauen verwendet hat.
In den 20er Jahren unseres Jahrhunderts wurde der Patriarchatsbegriff von der radikal-feministischen Strömung der Frauenbewegung aufgegriffen und in der Weise neu interpretiert, als dass Patriarchat verstanden wird als Männerherrschaft, deren Kern die sexuelle Verfügungsgewalt des Mannes über die Frau ist. Damit wurde versucht, der Tatsache Rechnung zu tragen, dass die männliche Herrschaft über die ,Herrschaft der Väter‘ weit hinausgeht und auch von Ehemännern, von männlichen Vorgesetzten, von Männern in Führungspositionen in Politik, den meisten gesellschaftlichen Institutionen und in der Wirtschaft ausgeübt wurde und wird.
Von der neuen feministischen Bewegung wurde Ende der 60er der Patriarchatsbegriff als Kampfbegriff erneut aufgegriffen. ,Patriarchat‘ wird seitdem zur Kennzeichnung der Gesamtheit und des systemischen Charakters der weltweiten Ausbeutung und Unterdrückung von Frauen verwendet. Im Gegensatz zum Begriff ,Männerherrschaft‘ ist er besser geeignet, biologistische Deutungen (,die Männer sind halt so‘) abzuwehren und gesellschaftliche sowie historische Dimensionen der Ausbeutung und Unterdrückung von Frauen hervorzuheben.
Durch die Weiterentwicklung der feministischen Theorie und die sich damit herausbildende Frauenforschung erfuhr der Begriff immer größere politische Bedeutung und wissenschaftliche Prägnanz.
Zum Zusammenhang zwischen Patriarchat und Kapitalismus
In den 60er und 70er Jahren spaltete sich die linke Bewegung an der Frage von ,Haupt- und Nebenwiderspruch‘. Die Positionen, die sich dabei gegenüberstanden, stritten über die Frage, ob mit der Überwindung der kapitalistischen Verhältnisse die Frage der Frauenemanzipation quasi nebenbei miterledigt wird, oder ob die Ausbeutung und Unterdrückung von Frauen eigenständig bekämpft werden muss. Die erste Position, vertreten im wesentlichen durch orthodoxe kommunistische Gruppierungen, ließ bei der Analyse die Wirklichkeit der patriarchalen Unterdrückung und Ausbeutung von Frauen in den pseudosozialistischen Staaten außer acht.
Auf der anderen Seite lässt sich feststellen, dass in Teilen der Frauenbewegung derzeit zunehmend auf die Einbeziehung der kapitalistischen Unterdrückung in die Analyse (und damit auf antikapitalistische Zielbestimmung) verzichtet wird.
Die nach wie vor gegebene Unterdrückung und Ausbeutung von Frauen lässt sich jedoch weder allein mit den alten Formen patriarchaler Herrschaft, noch allein durch die Funktionsweise des Kapitalismus erklären. Feststellen lässt sich vielmehr, dass Patriarchat und Kapitalismus sich gegenseitig durchdringen, der Kapitalismus das Patriarchat bei seiner Entwicklung also nicht, wie den Feudalismus, zerstörte, sondern modifizierte. Aufgrund dieser Modifizierung halten wir es auch für sinnvoll, vom kapitalistischen Patriarchat zu sprechen.
Auf der politischen Ebene leiten ten wir daraus für uns die Aufgabe ab, gegen alle kapitalistisch-patriarchalen Verhältnisse zu kämpfen. Dabei ist, ausgehend von der Mann-Frau-Beziehung, über den Warencharakter der Arbeit und das Mensch-Natur-Verhältnis auch die Beziehung zwischen den industriellen Metropolen und den unterentwickelt gehaltenen Ländern einzubeziehen.

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Faschismus = Kapitalismus?

Viele fragen sich was hat Antifaschismus mit Antikapitalismus zu tun … wir wollen hier kurz eine Analyse dieses Phänomens bieten … und wir hoffen wir bringen einbisschen Licht ins dunkel ….

Was ist Faschismus?

(…) Eine marxistische Analyse der Nazibewegung

„Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen.“ (Max Horkheimer)

Der Faschismus ist nicht einfach ein „Verbrechen“, sondern ein Produkt der Krisen der kapitalistischen Gesellschaft. Wenn sich ArbeiterInnen radikalisieren und anfangen, aktiv für die Überwindung des Kapitalismus zu kämpfen, brauchen die KapitalistInnen als letzten Strohhalm eine militante Massenbewegung, um den Sieg der ArbeiterInnen zu verhindern. Genau das ist die historische Funktion des Faschismus.

Die soziale Basis

Der Faschismus sammelt die Menschen, die durch den Kapitalismus ruiniert und vereinzelt werden. Das sind sowohl „kleine Leute“ (also KleinunternehmerInnen, BeamtInnen und Angestellte – was MarxistInnen „Kleinbürgertum“ nennen) wie auch ArbeiterInnen, die aus der Gesellschaft ausgestoßen werden („Lumpenproletariat“). Diese Menschen werden mit rassistischer, antisemitischer und nationalistischer Ideologie erzogen und zu SchlägerInnentruppen gegen jegliche Organisierung der ArbeiterInnen und Unterdrückten geformt.

Momentan attackieren die Nazis in erster Linie linke Jugendliche, MigrantInnen, Obdachlose und sexuelle Minderheiten. Doch der Hauptfeind des Faschismus bleibt die organisierte ArbeiterInnenbewegung. Im letzten Jahr in Deutschland gab es mehrere Beispiele dafür, etwa der Angriff gegen einen Gewerkschaftsbus nach den Anti-Nazi-Protesten in Dresden oder der Überfall sogenannter „autonomer NationalistInnen“ auf die DGB-Kundgebung am 1. Mai in Dortmund.

Die KapitalistInnen bevorzugen die parlamentarische Demokratie, weil diese Staatsform ihre Herrschaft am Besten verschleiert. Doch wenn sie sich durch eine revolutionäre Massenbewegung bedroht sehen, müssen sie auf die faschistische Karte setzen. Der Revolutionär Leo Trotzki schrieb, die KapitalistInnen lieben den Faschismus „wie ein Mensch mit kranken Kiefern das Zahnziehen“.

Denn der Faschismus basiert auf der völligen Vereinzelung der ArbeiterInnenklasse durch die Zerschlagung all ihrer Organisationen, egal wie gemäßigt. So liquidierten die Nazis im Mai 1933 die sozialdemokratischen Gewerkschaften. Dadurch konnte das faschistische Regime die Löhne niedrig halten und die Profite der KapitalistInnen massiv steigern.

Der Faschismus ist eine Form kapitalistischer Herrschaft: die repressivste, reaktionärste Staatsform, mit der der Kapitalismus verwaltet werden kann. Aber gerade die deutsche Geschichte zeigt, dass unter parlamentarischen wie faschistischen Staatsformen – also Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Bundesrepublik – bis auf wenige Ausnahmen die gleichen Eliten herrschen, also die gleiche Polizei, die gleiche Bürokratie und die gleiche KapitalistInnenklasse.

Der Antikapitalismus?

Also auch wenn viele Nazis sich „antikapitalistisch“ geben, geht es ihnen in Wirklichkeit darum, Sündenböcke – „das internationale jüdische Finanzkapital“ oder Ähnliches – für die strukturellen Krisen des Systems verantwortlich zu machen. Die faschistische Ideologie der Herstellung einer „Volksgemeinschaft“ bedeutet nichts anderes als die gewaltsame Unterdrückung der Klassengegensätze durch die völlige Unterordnung der ArbeiterInnen unter diejenigen „Volksgenossen“, die sie im Betrieb ausbeuten.

In der heutigen Situation braucht der Kapitalismus die Nazis nicht wirklich – denn die ArbeiterInnenbewegung ist vom Reformismus dominiert und die revolutionäre Linke ist schwach und zersplittert. Aber bei einer Verschärfung der sozialen Widersprüche kann es durchaus dazu kommen, dass das Kapital wieder auf seinen braunen Knüppel zurückgreift. Deswegen ist es entscheidend, die faschistische Bewegung jetzt – solange sie nur den Keim einer Massenbewegung darstellt – zu zerschlagen.

entnommen von Wladek, RIO, Berlin //REVOLUTION Nr. 37

Klassiker des Monats Januar 2010: Erich Mühsam – „Anarchie“ 1912

Anarchie bedeutet Herrschaftslosigkeit. Wer den Begriff mit keinem Gedanken verbinden kann, ehe er ihn nicht zur Zügellosigkeit umgedeutet hat, beweist damit, daß er mit den Empfindungsnerven eines Pferdes ausgerüstet ist.
Anarchie ist Freiheit von Zwang, Gewalt, Knechtung, Gesetz, Zentralisation, Staat. Die anarchische Gesellschaft setzt an deren Stelle: Freiwilligkeit, Verständigung, Vertrag, Konvention, Bündnis, Volk.

Den ganzen „Klassiker des Monats“ gibts unter http://antikaprostock.blogsport.de/klassiker/ ;-)

Weihnachten steht vor der Tür – Und wo steht die Bundeswehr?

Trotz der „kriegsähnlichen Zustände“ in Afghanistan und dem „Krieg“ im Irak, sowie des anhaltenden Nahost Konfliktes feiern wir hierzulande das Fest der „Liebe“, obwohl es den meisten entweder nur um ihre Geschenke gehen dürfte oder darum, wie viel Geld auch dieses Jahr mit dem Konsmusrausch der Massen verdient werden konnte. Auch, wenn in den Medien immer krampfhafter versucht wird, den Menschen ein besinnliches Fest zu suggerieren, ist die freude bei Einigen dann vielleicht doch nicht so groß. Welche Mutter erklärt ihrem Kind schon gerne, dass sein Papa nicht am Heiligabend bei ihm sein kann, weil Deutschland am Hindukusch verteifigt wird, oder er auf einem kleinem Seelenverkäufer unter deuscher Fahne Piraten nachjagt. Einige Väter – und mittler Weile auch Mütter – kehren schon garnicht mehr nach Hause zurück. Ein Fest des Friedens ist Weihnachten schon lange nicht mehr. Schade eigentlich, denn ist die Uridee des Christentums, von dem aus das Weihnachtsfest entstand, doch nichts anderes als gelebter Kommunismus.
Wir wünschen unseren Leser_Innen deshalb kein besinnliches, sondern ein sich besinnendes Weihnachten. Machen wir das Weihnachtsfest zu einem wahren „Fest des Friedes“.


Bild: Wahlplakatsatire der letzten Bundestagswahlen

Klassiker des Monats Dezember 2009: Kommunistisches Manifest – Bourgeois und Proletarier

Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen.

Freier und Sklave, Patrizier und Plebejer, Baron und Leibeigener, Zunftbürger und Gesell, kurz, Unterdrücker und Unterdrückte standen in stetem Gegensatz zueinander, führten einen ununterbrochenen, bald versteckten, bald offenen Kampf, einen Kampf, der jedesmal mit einer revolutionären Umgestaltung der ganzen Gesellschaft endete oder mit dem gemeinsamen Untergang der kämpfenden Klassen.

In den früheren Epochen der Geschichte finden wir fast überall eine vollständige Gliederung der Gesellschaft in verschiedene Stände, eine mannigfaltige Abstufung der gesellschaftlichen Stellungen. Im alten Rom haben wir Patrizier, Ritter, Plebejer, Sklaven; im Mittelalter Feudalherren, Vasallen, Zunftbürger, Gesellen, Leibeigene, und noch dazu in fast jeder dieser Klassen besondere Abstufungen… (weiterlesen unter antikaprostock.blogsport.de/klassiker/dezember-2009/)

Der Linke Block Rostock proudly presents: die „Klassiker des Monats“ – ein Lesezirkel der etwas anderen Art

Lange habt ihr darauf gewartet. Und lange haben wir uns Zeit damit gelassen! Doch nun ist es endlich soweit: in Zukunft findet ihr hier Reden, Texte, Aufsätze und Gedanken von bekannten Menschen, die sich schon lange vor uns mit dem Problem des Kapitalismus auseinander gesetzt haben. Seit also gespannt und lest die ab nun mehr oder weniger regelmäßig erscheinenden „Klassiker des Monats“! Marx, Engels, Bakunin, Rocker und vielen andere Gesellschaftskritiker entführen euch in die Welt des Alternativen des Kapitalismus. Geht einfach auf http://antikaprostock.blogsport.de/klassiker/ und lest euch die Texte durch! Diskutiert mit uns und Anderen über eine bessere Welt, in der jeder Mensch einen Wert hat (der sich nicht in Geld ausdrückt)!

Neoliberale Untriebe aufdecken!

Kapitalismus überwinden!

„Kommt Zeit, kommt Rat, Kommt Attentat“ – Fundstück der Woche

Letztens, beim „YouTube serven“ viel uns ein Video auf. Ein ganz besonderes Video. Es ist mehr ein Lied, als ein Video. Ein Lied über einen Josef. Diese Josef scheint sehr bekannt zu sein, wenn Menschen schon ganze Lieder über ihn schreiben. Also schauten wir uns das Video einmal an und stellten fest, dass es sich um unseren geliebten „Victory“-Finanzmogul – Josef Ackermann – handelt. Wir fanden das Video so schön, dass wir es euch nicht vorenhalten wollen. Also hier ist es nun: Marc-Uwe Klings „Hörst du mich, Josef?“. Viel Spass beim angucken. ;-)







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